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Misstände in Irland - Warum Uisneach Border Collie Rescue Irlandhunde nach Deutschland vermittelt

In Irland werden heimische Tiere, egal ob Haustiere, Nutztiere oder wildlebende, als Lebensbestandteil hingenommen, ohne dass sich irgendwer ihrer Bedeutung im Oekosystem, Geschichte, Kultivierung oder anderen Aspekten bewusst ist. Das gilt für Eichhörnchen, Füchse, Dachse, Wildhasen, Esel, Ponies genauso wie für unsere Collies oder Windhunde. In vielen Fällen so scheint es, wird alles drangesetzt, um diese auszurotten. Im Gegensatz zu den Japanern, die ihre dort ursprünglichen Hunde auf Grund der langen Geschichte, der Einbindung in Kultur und Folklore zu Nationaldenkmälern erklärt haben, scheint der irische Collie ganz unten auf der Liste der Wertschätzung gelandet zu sein und ist häufig trauriger Spitzenreiter in Punkto Vernachlässigung und Tierquälerei. Ebenso wie auf der grossen Nachbarinsel, haben Border Collies in sämtlichen Varianten jahrhundertelang in der Viehhaltung geholfen, sind geschichtlich und traditionell als harte Arbeiter bekannt, die leicht zu trainieren sind, gut mit Menschen zusammenarbeiten, auch in den schlimmsten äusseren Umständen, und gleichzeitig sich hervorragend in ein Familienleben einpassen können.
Arbeitende Collies sind schriftlich seit dem 15. Jahrhundert immer wieder erwähnt, der schottische Nationalpoet Robert Burns hat ihnen ein Gedicht gewidmet, von ihm gibt es ein Denkmal mit 2 Collies.

Diese traditionelle Ehrerbietung und Anerkennung an die Hunde scheint gänzlich verschwunden zu sein. Immer mehr irische Collies werden eingeschläfert, sie repräsentieren einen Anteil von ca. 40% aller in Irland gehaltener und ebenso in den Pounds getöteten Hunde.
Viele Tiere sind ehemalige Haushunde, die dort landen, weil ihre Besitzer die Tiere weder ausbilden noch die Grundstücke hundesicher einzäunen und die Hunde so die Gelegenheit haben, Autos zu jagen oder auf Viehweiden Rinder oder Schafe zu scheuchen. Mehr und mehr Hündinnen samt ihren Würfen werden den Pounds zum (kostenlosen) Einschläfern überreicht. Viele Würfe schaffen es nicht bis zum Pound, die Welpen werden ertränkt, erschlagen oder einfach ausgesetzt und sich selbst überlassen.
Genau WAS haben die Hunde getan, um eine solche Behandlung verdient zu haben? Im modernen Irland ist nicht mehr viel Platz für arbeitende Collies, als Haushunde sind sie unattraktiv geworden, werden als “Hofhund” kategorisiert und die Stellung als Haushund durch als mehr glamourös angesehende, exotische Rassen ersetzt. Obwohl weniger Collies im Arbeitseinsatz gebraucht werden, lassen ihre Besitzer sie unkontrolliert vermehren. Collies gibt es im Überfluss, wer also seinen Hund verliert/abschafft, kann sich aus jeder Ausgabe des hiesigen Anzeigenblättchens jederzeit für wenig Geld einen neuen Hund anschaffen. Nach dem Motto: 'Everybody breeds them, but nobody needs' them eine katastrophale Situation.


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